WiR- Innovationspreis 17/18 LISSMAC erhält eine Auszeichnung

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Die LISSMAC Maschinenbau GmbH erhält eine Auszeichnung für die
„Microtrenching -Maschine für die Glasfaserkabelverlegung“.

Der WiR- Innovationspreis wurde 2017/2018 bereits zum
neunten Mal von der WiR GmbH in Kooperation mit der Kreissparkasse Ravensburg ausgeschrieben. Die Ausschreibung richtet sich an Unternehmen mit maximal 1000 Beschäftigten mit Sitz im Landkreis Ravensburg und erfolgt im zweijährigen Turnus.
Die eingereichten innovativen Produkte, Verfahren und/ oder Dienstleistungen sollten bereits erste Markterfolge aufweisen können.
Insgesamt gingen bei der WiR GmbH 28 Anträge ein.
Diese wurden in Abstimmung mit dem jeweiligen Unternehmen durch die WiR GmbH aufbereitet. Sämtliche Anträge wurden durch den WiR- Innovationsausschuss begutachtet und anhand folgender Kriterien bewertet:

  • Neuheit im Vergleich zum Stand der Technik
  • Umsetzbarkeit, wirtschaftlicher Erfolg
  • Gesamtinnovationskraft des Unternehmens


Die Innovation
Bislang waren für die Verlegung von Leerrohren für Glasfaserkabel breite Aushübe durch große Baumaschinen und personenintensive Einsatzteams erforderlich. Zudem mussten Straßenabschnitte für den Verkehr längere Zeit gesperrt werden. Dies war insgesamt mit erheblichem finanziellem und zeitlichem Aufwand verbunden.
Bei der ausgezeichneten Innovation handelt es sich um eine neu entwickelte Maschine, die es ermöglicht, mittels des sogenannten Microtrenching–Verfahrens Leerrohre für Glasfaserkabel zu verlegen. Dazu wird in einem kontinuierlichen Arbeitsprozess der Asphalt minimalinvasiv aufgefräst und - vergleichbar mit einem Gleisbauzug - die Leerrohre in die Fuge eingelegt und die Fuge anschließend sofort wieder verschlossen. Die Verlegearbeiten erfolgen mit Hilfe einer 100 kW starken Fugenschneidmaschine (Typ Unicut 600), die mit einem neu entwickelten Microtrenchinganbau inklusive angehängtem Leerrohrtransportwagen ausgestattet ist.
Ein weiteres Merkmal des Microtrenchingverfahrens ist das große von LISSMAC entwickelte Diamantschneidblatt. Dabei fungiert eine links und rechts des eigentlichen Schneidwerkzeugs angebrachte Metallplatte sowohl als mechanischer Schutz, sowie auch als Wärmeableitung.
Das Diamantschneidwerkzeug (ø 1.000 mm) schneidet eine ca. 38 cm tiefe und ca. 2,5 cm breite Fuge in den Boden. Diese Fuge wird mittels eines Pflugs, der unmittelbar nach der Diamantfrässcheibe angebracht ist, offen gehalten, so dass im integrierten Verlegschritt, die Leerrohre für das Glasfaserkabel eingelegt werden können.

Anschließend wird die Fuge wieder mit Beton verfüllt und mit Bitumen Asphalt versiegelt. Auf diese Weise kann,
inklusive der Hausanschlüsse, eine Tagesverlegeleistung von ca. 400 m bis 500 m erzielt werden.
Nachfolgend sind die verbesserten Eigenschaften durch das neue Verfahren aufgeführt:

  • Kürzeste Bauzeiten: Statt die Straße mühselig mit Baggern aufzugraben, werden lediglich schmale Schlitze in den Asphalt gefräst
  • Erhöhung der Vorschubgeschwindigkeit um bis zu 300 % bei gleichzeitiger Kostensen-kung um bis zu 50% gegenüber dem bisherigen Standardverfahren
  • Kaum Störungen: Durch die kompakte Bauweise sind Straßensperrungen während der Bauzeit nur in den seltensten Fällen notwendig
  • Kein Transport von Massen: Da beim Microtrenching das Material pulverisiert wird, müssen nur sehr wenige Abfallladungen transportiert werden
  • Geringerer Mitarbeitereinsatz: Für die gleiche Leistung bedarf es nur 28 Teams statt ursprünglich 78 Teams
  • Bei der herkömmlichen Bauweise konnten bisher pro Tag etwa 75-90 m Kabel ver-legt werden, jetzt sind 200-500 m pro Tag inklusive Hausanschlüsse möglich


Seit 2016 wurde das Produkt am Markt umgesetzt, hauptsächlich in Schweden. Die Microtrenching-Maschine soll nun auch auf den deutschen Markt gebracht werden.

Impressionen zum Innovationspreis 17/18:
www.wir-rv.de/Aktuelles/2018/08/01/Innovationspreis-201718


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